ABOUT
Macondo is a remarkable and unusual place on the outskirts of Vienna existing between the airport, freeway and imagination. Shaped by memory, forgetting and the hard realities of life, it’s a settlement where successive waves of political refugees arriving from the current headlining wars from around the world are thrown together with villagers who landed here and reconstructed their lives up to 50 years ago. Macondo - named in homage to the fictional village in Garbriel Garcia Marquez novel “One Hundred Years of Solitude” – is now home to 3000 people.
CABULA6 was granted a refugee apartment by the Republic of Austria and will live in Macondo for six months. A shipping Container, set up on the edge of the Soccer field will provide a meeting point for a variety of invited artists, CABULA6 and the residents of Macondo. Together we will tap into the self-organizing legacy of this place and try to unearth the complex multilayered histories buried here. Throughout the centuries, personal stories of Migration, loss, war and hope have repeatedly converged in this 10 acre plot of land. Ranging from the 6th century Central Asian Avar tribes, to the K&K (Habsburg) monarchy’s weekend hunting parties, to Austria’s violent Jewish history, to the current inhabitants, the transnational microcosm of Macondo has time and again presented the continually changing faces of Europe.
Over 6 months we will have ongoing presentations, exhibits, concerts and workshops culminating on the 12th and 13th of May with a Spring Performance.
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Life on Earth is a co-production of

dear friends!!
I’ll writte in german….it fits me better to express myself.
ich bewundere euch für euer mutiges vorhaben, dass , so hoffe ich immer weniger vor-haben wird, weil ich denke, das wir als künstler (nativ or not nativ) bei einem solch sensiblen und schwer fassbaren projekt (schon dieses wort geht mir schwer von den fingern) eine fast unlösbare funktion haben, wenn wir die erwartungen von geldgebern…cooperationpartnern (tanzquatier) und ganz besonders unsere eigenen erfüllen wollen. damit meine ich uns selbst mit hilfe von bewohnern des macondo künstlerisch verwirklichen und ausdrücken wollen. das macht ihr beide glaube ich auch nicht. ich möchte euch nur von ganzem herzen ermuntern..den weg weiter in diese richtung zu beschreiten und nur der bereitsteller einer plattform und der aufmerksame selbst fremde beobachter zu sein. ich denke als künstler , haben wir eben speziell bei einem solchen projekt..absolut keinen erfüllungs zwang. natürlich passt das nicht in das schema des gegenwärtigen kunsbetriebes, indem die beurteilung uns doch so wichtig erscheint, auch wenn eben gerade diese beurteilung so zerstörerisch für einen wirklich kreativen prozess ist. aber das soll euch und uns wurscht sein. macht weiter so lasst euch überraschen. you never know whats around the corner.
einen satz von Julia kristeva möchte ich noch zitieren:auf befremdliche weise ist das fremde in uns selbst: es ist die verborgeneseite unserer itentität, der raum, der unsere bleibe zunichte macht, die zeit, in der das einverständniss und die sympathie zugrund gehen.
viel kraft und freude wünscht euch
helmut
Die Eindrücke des Abends sind mir noch immer sehr frisch, die
Gespräche vielleicht nicht mehr so präsent aber Fragen und
Gedanken, die mich beim Dinner und danach berührt haben sind nach
wie vor da:
Zum einen ist es die Metapher des WEGES: der Weg den wir als
Besucher nach/von Macondo zurücklegen um dort Gast zu sein, und
dann der Weg, den die BewohnerInnen zurückgelegt haben, bis sie in
Macondo angkommen sind und den sie seither zurückgelegt haben und
den sie zurücklegen um nach Wien zu kommen, hier eine neue Heimat
aufzubauen.
Der GARTEN war auch so ein Thema an diesem Abend - als gemeinsames
Zentrum, oder jedeR in seinem, jedenfalls der Verlust für die
BewohnerInnen und was draus entstehen kann?
Es war von den “GOLDEN TIMES OF MACONDO”, von der “guten, alten
Zeit in Macondo” die Rede, in der die Welt bzw. das Sozialgefüge
von Macondo noch in Ordnung war, sich von innen geregelt hat, ohne
dass es von außen (z.B. der Stadt Wien, dem Integrationshaus etc.)
direkt bestimmt war. Im Gegensatz zum Heute, wo - so habe ich es
empfunden - offenbar diese innere Struktur durch Struktur von Außen
überlagert wird. Wie gehen die “alten” MacondeserInnen damit um,
wie die neu Angekommenen?
Mich hat es überrascht, dass es da so eine gemeinsame Sehnsucht???
gibt, die manche Menschen in Macondo mit manchen Menschen in Wien
teilen.
Was braucht’s in Macondo am meisten und was könnt Ihr als
KünstlerInnen für den Organismus Macondo tun hab ich mich gefragt?
Was mir dazu einfällt: prozessorientiert die Kontaktaufnahme mit
den MacondeserInnen anlegen, dort Heimische und uns Gäste als
Fremde zusammenzubringen und das was dabei entsteht zu
dokumentieren bzw. auch öffentlich zu machen find ich einen sehr
fruchtvollen Weg der Annäherung.
Schön fand ich, dass so Grundpfeiler einer Gemeinschaft wie
gemeinsames Essen, dabei diskutieren, erzählen, Kontakt aufnehmen
zu den Nachbarn, etc. fast symbolisch an diesem Abend für mich auch
für Eurer Vorhaben standen.
Jedenfalls wünsche ich Euch viel guten Spirit und Glück in Macondo.
Bitte schickt mir auch den richtigen Link, damit ich schauen kann,
wie’s weiter geht!